holismus * holistisches Weltbild
* * * * * *  * * * Das Wort Holismus ist aus dem griechischen holos, das Eine abgeleitet. Es bezeichnet eine Weltanschauung, die nicht mehr von der Trennung zwischen Subjekt und Objekt ausgeht, sondern von der Einheit allen Seins. Diese Einheit ist im Bewusstsein begründet. Aus ihm heraus entsteht die Welt der Vielfalt dadurch, dass sich das Bewusstsein ausrichtet und wahrnimmt. Es ist reiner Geist mit den Eigenschaften der Kreativität und Intelligenz, d.h. es erschafft zielgerichtet.
Plato ging davon aus, dass die Welt der Erscheinungen auf der „Idee" beruht, die sich durch unsere Wahrnehmung als gegenständliche Realität darstellt. Dieser philosophische Ansatz wurde zu Beginn des 20sten Jahrhunderts auf eindrucksvolle Weise von der noch jungen Atomphysik in die Form der Quantentheorie gebracht. Aufgrund spektakulärer Beobachtungen im Bereich der Wärmestrahlung und des Lichts wurde das mathematische Modell der Quantenmechanik formuliert.
Während die Klassische Mechanik seit Newton davon ausging, dass sich nur anschauliche Zusammenhänge mathematisch exakt darstellen lassen, fanden die Physiker des 20sten Jahrhunderts heraus, dass die Vorgänge im atomaren uns subatomaren Bereich jeglicher Anschauung entbehren, aber trotzdem mathematischen Gesetzmäßigkeiten folgen.
Werner Heisenberg drückte es so aus... Der Beobachter, der Vorgang der Beobachtung
und das beobachtete Objekt sind untrennbar miteinander verbunden. Man könnte auch sagen... Das Bewusstsein erschafft die Welt der Erscheinungen,
indem es sie durch uns als Beobachter wahrnimmt. ** ** ** **
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